Fotos: Herbert Birkle

Bericht im Ettenheimer Stadtanzeiger

 Volksmusik  mit Begeisterung und Herzblut

Hans und seine Herzblutmusikanten boten tollen zweiten Teil des Konzertabends des Harmonikaspielrings

Ettenheim. Ein doppeltes Konzerterlebnis bot der Harmonikaspielring am vergangenen Samstag in der Stadthalle. Zuerst die wunderbaren Melodien des Schüler-Ensembles und des Akkordeonorchesters Ettenheim/Ohlsbach und danach den volkstümlichen Auftritt von „Hans und seinen Herzblutmusikanten“ mit vielen Solis und besonders bekannten Stücken, die immer wieder neuen Beifall, mitklatschen und Begeisterung im Saal erzeugten.

„Akkordeon trifft Blech“ war das Motto des Abends, und,  im zweiten Teil, zeigte das „Blech“ in Form der Herzblutmusikanten, wie es gelingt auch als „Zweite“ nochmals die ganze Aufmerksamkeit des Publikums zu wecken, ohne müde zu werden. Ganz klar, hier waren die beliebtesten Stücke auf das Programm gesetzt worden, eine richtige Werbung für die Volksmusik, die viel Freude machte. Dazu gehörte auch die Präsentation einer musikalischen Vielfalt, insbesondere auch mit einer großen Zahl an Solis, die immer wieder neu begeisterte. Hans Burg bot mit seinen Musikern ein breites Spektrum, mit einer Spielfreude, die von Anfang an auf das Publikum übersprang, das sich  am Ende immer neue Zugaben erklatschte. Auftakt mit „Pfeffer und Salz“  von Ernst Mosch und Franz Bleyer, hier mit Edmund Beck und Thomas Muszer am Akkordeon als Solisten. Ein besonderer Genuss war „Baker Street“, arrangiert von Wolfgang Schaudt, mit Solis von Beate Weber, Flöte, und Wolfgang Schaudt, EsAlt-Saxofon. Natürlich, fast  Motto für die Besucher  des Abends, „All of me“, „alles für mich“ ebenfalls mit besonderen Solis – die den ganzen Abend bei allen Darbietungen genussreich zu hören waren – hier mit Nicolas Ette, Bariton, Beate Weber, Flöte, und Wolfgang Schaudt am Keyboard.

Wer kommt nicht in besondere Stimmung, wenn der „Czárdás“ gespielt wird, wie hier am Samstagabend, und dazu Marie Wiedwald perfekt die „erste“ Geige so gut spielte, dass sie ihr Solo ein zweites Mal darbot – sehr zur Freude des Publikums darbot, mit sehr viel anerkenndem Beifall belohnt. Wolfgang Weber als Moderator bot zwischen den einzelnen Stücken sowohl Infos als auch flotte kleine Geschichten, die den Auftritt der „Herzblutmusikanten“ wie im Fluge vorübergehen ließ und gleichzeitig die Lust auf noch mehr, das später auch gegeben wurde, weckte. „James Last Golden Hits“ und die Bravourpolka „Zwei wie wir“ waren der erfolgreiche Auftakt zum letzten Programmpunkt der Polka mit Gesang  „Traum einer Marketenderin“ bei der Petra Nolte und Dieter Schmid mit ihrem Gesang der Darbietung eine besondere Krone aufsetzten.

Eigentlich war nun das Programm zu Ende. Aber wohl wissend, dass das Publikum gerne noch mehr hören will, war dies schon angekündigt….und weitere bekannte Titel aus dem Repertoire von „Hans und seinen Herzblutmusikanten“ wurden die Darbietungen fortgesetzt „ so lange Sie Lust dazu haben“, wie Wolfgang Weber ankündigte und schließlich zum voroffiziellen Ende des offiziellen Programms noch mit einem Sologesang zusammen mit Beate Weber stürmischen Beifall erhielt.

Es war ein wunderbarer Konzertabend, „Akkordeon trifft Blech“ bei dem sowohl Akkordeon und Blech auf ihre Weise das Publikum perfekt unterhielten, ein stimmungsvoller Abend für alle, die „handgemachte“ Musik in all ihren Facetten erleben konnten – viel Freude daran hatten und sicher das nächste Mal wieder dabei sein werden, wenn sich die Gelegenheit gibt. Sei es bei Akkordeon – oder bei Blech.

Herbert Birkle

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